Monitorio

Bestell-Monitoring für Shopware 6

Bricht der Bestelleingang ein, ist selten die Nachfrage weg – meist klemmt der Checkout, eine Zahlungsart oder ein Deployment. Monitorio macht es sichtbar, bevor es der Tagesumsatz tut: wenn Bestellungen ausbleiben, der Bestellwert abrutscht oder Bestellungen in einem Status hängen bleiben.

  • 6 Alarme
  • Messwerte jede Minute
  • Kein Plugin nötig
  • Lernt aus bis zu 180 Tagen

Die adaptive Schwelle lernt, was für deinen Shop normal ist

Eine feste Schwelle passt, wenn dein Bestellaufkommen gleichmäßig ist – etwa „unter 5 Bestellungen pro Stunde ist bei uns immer ein Problem“. Schwankt es im Wochenverlauf, zwischen Tag und Nacht oder saisonal, ist sie mal zu streng und mal zu lasch. Die adaptive Schwelle lernt deshalb aus deiner eigenen Bestellhistorie, was normal ist, und führt sich selbst nach – für Bestellanzahl und Bestellwert.

Beispiel: Bestellungen je Stunde an einem Freitag Bis 18 Uhr liegen die Bestellungen über dem gelernten Maßstab. Um 19 Uhr fallen sie auf null, und der Bestellanzahl-Alarm schlägt an. 0 5 10 0 Uhr 6 Uhr 12 Uhr 18 Uhr 23 Uhr Alarm um 19 Uhr
Bestellungen heute Gelernter Maßstab (P25 vergleichbarer Freitage) Beispiel: Ab 19 Uhr bleiben die Bestellungen aus, obwohl um diese Zeit an drei von vier Freitagen mindestens zwölf eingehen. Der Bestellanzahl-Alarm schlägt an.

Wochenprofil statt Durchschnitt

Für jede Kombination aus Wochentag und Stunde gilt das untere Viertel (P25) der vergleichbaren Stunden als Maßstab. Ein einzelner Aktionstag zieht ihn so nicht nach oben. Fehlen für eine Stunde genug Daten, greift automatisch eine gröbere Vergleichsgruppe.

Drei Stufen Empfindlichkeit

„Streng“ meldet schon bei leichtem Rückgang, „Ausgewogen“ bei deutlichem und „Zurückhaltend“ nur bei starkem Einbruch – gedacht für kleine Shops mit sprunghaftem Aufkommen. Voreingestellt ist „Ausgewogen“.

Lernfenster: 30, 90 oder 180 Tage

30 Tage folgen Veränderungen schnell, 90 Tage sind der Standard mit genug Daten für jede Stunde, 180 Tage sind sehr stabil, lassen Saisoneffekte aber lange nachwirken.

180 Tage Historie auf Knopfdruck

Ein neues Projekt kennt erst die letzten 30 Tage. Mit „Letzte 180 Tage laden“ holt Monitorio ältere Bestellungen Tag für Tag nach – mit Pausen und nie mehr als einer Anfrage gleichzeitig. Bei 500 Bestellungen am Tag dauert das etwa zehn Minuten, bei 5.000 rund zwei Stunden.

Ruhige Nächte ohne Pflege

Das Wochenprofil kennt deine stillen Stunden und erwartet nachts schlicht weniger. Du kannst deshalb auch nachts prüfen lassen, statt eine Ausschlusszeit zu pflegen. Bei fester Schwelle pausiert der Alarm voreingestellt von 22 bis 8 Uhr.

Folgt deinem Shop laufend

Die Schwelle wird höchstens einmal täglich neu berechnet, das Wochenprofil dabei komplett aus deiner Historie aufgebaut. Ist dein Aufkommen für ein Profil zu dünn, schaltet der Alarm selbst auf einen gemeinsamen Wert für alle Stunden zurück.

6 Alarme rund um deine Bestellungen

Neben Bestellanzahl und Bestellwert überwacht Monitorio, ob Bestellungen in einem Status hängen bleiben. Status und Zahlungsarten wählst du aus den Stammdaten deines Shops, die Dauer stellst du je Alarm ein. Bestell-, Liefer- und Kombinations-Alarme lassen sich auf Zahlungsarten einschränken.

Bestellanzahl-Alarm

Meldet, wenn in der letzten Stunde weniger Bestellungen eingehen als eingestellt oder als dein Shop zu dieser Zeit sonst schafft.

Voreinstellung: Alarm bei 0 Bestellungen in einer Stunde, Pause von 22 bis 8 Uhr

Bestellwert-Alarm

Meldet, wenn der durchschnittliche Bestellwert der letzten Stunde unter deinen Mindestwert oder das gelernte Normal fällt – oft stecken Rabatt-Fehler, kaputte Warenkorb-Logik oder eine ausgefallene Zahlungsart für große Warenkörbe dahinter.

Voreinstellung: feste Schwelle, Pause von 22 bis 8 Uhr

Zahlungsstatus-Alarm

Meldet Bestellungen einer Zahlungsart, die zu lange in einem Zahlungsstatus stehen – etwa wenn ein Zahlungsanbieter gestört ist oder Captures nicht durchlaufen.

Voreinstellung: 15 Minuten

Bestellstatus-Alarm

Meldet Bestellungen, die zu lange im selben Bestellstatus bleiben – meist, weil der ERP-Import steht oder niemand die Bestellung übernimmt.

Voreinstellung: 1 Tag

Lieferstatus-Alarm

Meldet Bestellungen, deren Hauptlieferung zu lange im selben Lieferstatus steht – oft, weil der Versand stockt oder die Rückmeldung aus Lager oder ERP ausbleibt.

Voreinstellung: 3 Tage

Statuskombinations-Alarm

Prüft Bestell-, Zahlungs- und Lieferstatus gemeinsam, je Status mit „ist“ oder „ist nicht“, und findet so Rückstände, die erst im Zusammenspiel auffallen.

Voreinstellung: 1 Tag

Statuskombinationen: bezahlt, aber nicht versendet

Manche Rückstände sieht man erst im Zusammenspiel mehrerer Status. Im Statuskombinations-Alarm wählst du je Status „ist“ oder „ist nicht“ – eine leere Auswahl heißt „beliebig“ – und schränkst auf Wunsch auf Zahlungsarten ein. Jede Kombination ist ein eigener Alarm mit eigener Dauer.

Die Uhr läuft ab der letzten Änderung an Bestellung, Lieferung oder Zahlung. Jeder Statuswechsel setzt sie neu, aber auch jede andere Änderung, etwa ein Trackingcode – der Alarm kommt dadurch eher später, nie zu früh. Bestellungen ohne Lieferung, etwa rein digitale, erfüllen keine Lieferstatus-Bedingung.

  • Bezahlt, aber nicht versendet

    • Zahlungsstatus ist „Bezahlt“
    • Lieferstatus ist „Offen“
    • länger als 1 Tag
  • Lieferung hängt, Bestellung nicht storniert

    • Lieferstatus ist „Offen“
    • Bestellstatus ist nicht „Abgebrochen“
    • länger als 3 Tage
  • Vorkasse ohne Zahlungseingang

    • Zahlungsart „Vorkasse“
    • Zahlungsstatus ist „Offen“
    • länger als 7 Tage

Praxisbeispiele: So richtest du die Bestell-Alarme ein

Vorkasse mit eigener Dauer

Bei Vorkasse wartet die Bestellung auf den Zahlungseingang, nicht auf dich. Lege den strengen Bestellstatus-Alarm für alle Zahlungsarten außer Vorkasse an und für Vorkasse eine zweite Instanz mit längerer Dauer.

Das Wochenende einrechnen

Status-Alarme kennen weder Wochenenden noch Feiertage: Eine Bestellung vom Freitagabend liegt am Montagmorgen schon rund 60 Stunden. Wähle die Dauer so, dass ein normales Wochenende nicht alarmiert.

Altlasten ausblenden

Mit „Prüfen seit: heute“, der Voreinstellung, meldet ein neuer Status-Alarm nur Bestellungen ab dem Einrichten. Alte Rückstände lösen so nicht sofort aus.

Nur Status, die weiterlaufen

Shopware ändert den Bestellstatus nie von selbst. Pflegt ihn weder dein ERP noch dein Team, bleibt jede Bestellung „Offen“ – wähle deshalb nur Status, die in deinem Shop wirklich weitergeschaltet werden.

Autorisiert, aber nicht eingezogen

Beim Zahlungsstatus-Alarm lohnen die Fälle, die Geld kosten: autorisierte, aber nicht eingezogene Zahlungen oder offene Vorkasse weit über dem Zahlungsziel. Setze die Dauer knapp über den normalen Durchlauf deines Zahlungsanbieters.

Tag und Nacht getrennt

Mit fester Schwelle überwachst du Tag- und Nachtgeschäft am besten mit zwei Instanzen: einer strengen für den Tag und einer lockeren für die Nacht.

Fehlalarme in schwachen Stunden

Meldet die adaptive Schwelle in schwachen Stunden zu oft, wechsle auf „Zurückhaltend“, statt den Alarm abzuschalten.

Nach dem Relaunch kurz lernen

Nach einem Relaunch oder einer großen Sortimentsänderung lohnt vorübergehend das 30-Tage-Fenster, bis die Historie wieder zum Shop passt.

Welche Bestelldaten Monitorio liest

Die Überwachung läuft über die Shopware Admin-API, ein Plugin im Shop ist nicht nötig. Monitorio holt im Standard jede Minute neue Messwerte und liest dafür nur, was die Alarme brauchen: Zeitpunkt, Betrag, Währung, Verkaufskanal, Zahlungsart und die Status der Bestellungen. Namen, Adressen oder E-Mail-Adressen deiner Kunden fragt Monitorio nicht ab. Den Verlauf findest du im Projekt unter „Statistiken → Bestellungen“.

Häufige Fragen

Brauche ich für das Bestell-Monitoring ein Plugin?

Nein. Bestellungen liest Monitorio über die Shopware Admin-API, ein Plugin im Shop ist dafür nicht nötig.

Ab wann arbeitet die adaptive Schwelle?

Ohne nachgeladene Historie wartet das Wochenprofil, bis die ersten 30 Tage vollständig sind. Mit „Letzte 180 Tage laden“ holt Monitorio die Historie nach; danach rechnen die adaptiven Alarme beim nächsten Prüflauf mit ihr.

Belastet das Nachladen der Historie meinen Shop?

Monitorio holt die Bestellungen Tag für Tag rückwärts, mit Pausen zwischen den Anfragen – dein Shop sieht nie mehr als eine Anfrage gleichzeitig. Den Lauf kannst du jederzeit abbrechen.

Was passiert an Aktionstagen?

Das Wochenprofil nutzt das untere Viertel (P25) vergleichbarer Stunden als Maßstab. Ein einzelner Aktionstag zieht die Schwelle deshalb nicht nach oben.

Kann ich mehrere Statuskombinationen überwachen?

Ja. Jede Kombination legst du als eigene Alarm-Instanz an, jeweils mit eigener Dauer und auf Wunsch eigenen Zahlungsarten.

Meldet der Bestellanzahl-Alarm auch nachts?

Mit fester Schwelle pausiert er in der Ausschlusszeit, voreingestellt von 22 bis 8 Uhr. Mit Wochenprofil kannst du auch nachts prüfen lassen – das Profil erwartet dann schlicht weniger Bestellungen.

Schluss mit Shop-Down-Calls um 3 Uhr morgens.

Nach 5 Minuten kommen die ersten Messwerte – und du schläfst wieder durch, während Monitorio die Shops im Auge behält.